Risiken der Marktteilnehmer
Alle Marktteilnehmer sind dem Ausfallrisiko ausgesetzt, das über die Einräumung von gegenseitigen Kontrahentenlimiten überwacht wird. Unternehmen sind also nur bis zu einem festgelegten Höchstbetrag bereit, einem anderen Unternehmen Geld zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren versuchen sie gezielt ihre Anlagen zu diversifizieren, um das Ausfallrisiko auf möglichst viele Marktteilnehmer zu verteilen. Die Deutsche Bank AG wird beispielsweise bis zu maximal 500 Mio. Euro einem erstklassigen Kontrahenten wie der Deutschen Telekom als Termin- oder Tagesgeld auszuleihen bereit sein.
Umgekehrt sind aber auch Unternehmen nur bis zu einem festgelegten Höchstbetrag bereit, Gelder bei einer Bank anzulegen, um das Ausfallrisiko, das sie eingehen, auf möglichst viele Marktteilnehmer zu verteilen. Investoren sind hauptsächlich Banken, die Reserven weltweit verschieben und auf die Richtung der zukünftigen Zinssätze und Devisenkurse spekulieren. Um schnelle Abschlüsse zu ermöglichen, wird die Kreditlimite der Marktteilnehmer untereinander im Voraus vereinbart. Die Marktteilnehmer handeln fortlaufend mit diesen äußerst sicheren Vermögenswerten, bei denen fast kein Gegenparteienrisiko besteht.