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Was ist der Geldmarkt genau?

Der Geldmarkt ist ein Teilgebiet des Finanzmarktes, auf dem mit Bargeld gehandelt wird.

Er ist historisch gewachsen und besteht heute deshalb, weil die Zentralbanken jeder Geschäftsbank nur eine bestimmte Bargeldmenge zugestehen. Die Motivation eines großen Unternehmens für die Teilnahme am Geldhandel ist die Möglichkeit, hier kurzfristig größere Geldsummen anzulegen bzw. kurzfristig Geld ohne Besicherung aufnehmen zu können.

Der wichtigste institutionelle Einzelanbieter ist jedoch die Zentralbank, die über den Geldmarkt das so genannte Zentralbankgeld zur Verfügung stellt. Die Zentralbank nimmt großen Einfluss auf das Geschehen am Geldmarkt. Durch die Offenmarktpolitik, hier kauft oder verkauft die Zentralbank Wertpapiere gegen Zentralbankgelder und fügt somit dem Markt Geld hinzu oder verringert es, kann die Zentralbank das Geldangebot beeinflussen.

Marktteilnehmer sind in aller Regel institutionelle Anleger (Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften sowie große Unternehmen). Die Zinssätze werden durch Angebot und Nachfrage im Markt festgelegt und stellen die leihweise Bereitstellung von Kapital dar. Der Zinssatz steigt auf Grund der erhöhten Nachfrage, wenn nur ein geringes Geldangebot zur Verfügung steht. Im Umkehrschluss kommt es zu einer Zinssenkung, wenn es zu einer geringen Nachfrage und einem großem Geldangebot kommt.

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