Sie sind das wichtigste Instrument der EZB und bilden den Mittelpunkt der Geldpolitik des ESZB. Sie dienen zur Steuerung der Zinsen, der Liquiditätslage und zum Aufzeigen des geldpolitischen Kurses. Durch die Offenmarktgeschäfte erhalten die Geschäftsbanken den Großteil ihres Geldes gegen die Verpfändung von Sicherheiten (z. B. Wertpapiere). Die Initiative zu Offenmarktgeschäften geht von der EZB aus.

Das eindeutig wichtigste ist das Hauptrefinanzierungsinstrument (Haupttender). Bei diesem Instrument erhalten die Geschäftsbanken von der EZB Geld gegen Zinsen. Der Zinssatz dieser Geschäfte (Hauptrefinanzierungssatz) wird aufgrund seiner Bedeutung oft auch als Leitzins der EZB bezeichnet. Er liegt derzeit bei 2%. Die Transaktionen finden einmal pro Woche statt. Ihre Laufzeit beträgt ebenfalls eine Woche.

Die drei anderen Offenmarktgeschäfte sind:

Offenmarkgeschäfte spielen eine wichtige Rolle in der Geldpolitik der Bundesbank. Sie sind geldpolitische Operationen der Zentralbank direkt ''am Markt'' bei denen sie Wertpapiere oder Devisen kauft oder verkauft. Dadurch gibt sie dem Markt Liquidität oder entzieht sie ihm. Die EZB wird sie tätigen, um Zinsen und Liquidität zu steuern und Signale bezüglich ihres geldpolitischen Kurses zu setzen. Bei Offenmarktgeschäften geht die Initiative von der EZB aus, die auch über das einzusetzende Instrument und die Bedingungen für die Durchführung der Geschäfte entscheidet.